Wie entsteht ein Narbenbruch?

Nach einer offenen Bauchoperation bleibt immer eine Narbe zurück. Das Narbengewebe ist weniger elastisch als das umgebende Gewebe. Manchmal kommt es vor, dass sich an dieser Schwachstelle eine sogenannte Narbenhernie bildet: Es entsteht eine Bruchpforte, durch die das Bauchfell nach außen unter die Haut tritt. Dadurch bildete sich im Bereich der Operationsnarbe eine deutlich sichtbare Beule. Möglicherweise werden an der Bruchpforte Teile des Darms abgeklemmt. In der Regel wächst die Beule im Umfang und die Patienten klagen über Beschwerden. Mit der Zeit verschlechtert sich die Heilungsaussicht. Es empfiehlt sich daher, sich eingehend, von einem Facharzt untersuchen und beraten zu lassen. Im Falle eines Darmverschlusses ist ein chirurgischer Eingriff unverzichtbar.

 

Wer ist davon betroffen?

Nach offenen Operationen im Bauchbereich kommt es in bis zu 10% aller Fälle zu Narbenhernien. Manche Personengruppen sind in dieser Hinsicht besonders gefährdet. Dazu gehören Menschen, die aus beruflichen Gründen schwer tragen müssen, Menschen mit starkem Übergewicht und Menschen, die sich zum Zeitpunkt der Operation gesundheitlich in einem schlechten Zustand befanden. Die Art der Schnittführung ist ein weiteres Kriterium: Bei Längsschnitten im Bauchbereich treten Narbenhernien häufiger auf, als bei quer geführten Schnitten. Und wenn sich die Wunde nach der Operation entzündet hat, entsteht auch leichter ein Narbenbruch.

 

Behandlung

Akute Schmerzen werden vorübergehend medikamentös gelindert. Wenn die Ursachen des Narbenbruchs behandelt werden sollen, ist ein operativer Eingriff unumgänglich. Im Verlauf der Operation wird in der Regel ein Netz aus Kunststoff eingesetzt, um die geschwächte Bauchdecke zu unterstützen. Die neuen Netze aus Polypropylen können minimal-invasiv, d.h. vergleichsweise schonend, eingesetzt werden. In diesem Fall werden nur kleine Schnitte im Bauchbereich nötig.

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