Was verbirgt sich hinter der „Sportlerleiste“?

Häufig sind es Individualsportler, die Marathon laufen, oder Menschen, die intensiv Mannschaftssportarten wie Fußball, Basketball oder Hockey betreiben, die bei ihrem Arzt vorstellig werden. Sie haben Beschwerden in der Leiste und bekommen die Diagnose „weiche Leiste“ gestellt. Tatsächlich handelt es sich bei der sogenannten weichen Leiste oder Sportlerleiste oft um Hernien, die im Entwicklungsstadium sind oder nicht entdeckt werden.

 

Ursachen?

Es ist nicht ungewöhnlich, wenn sich Leistungssportler bei ihrem täglichen Training oder bei Wettkämpfen Muskelzerrungen oder Muskelfaserrisse in der Leiste zuziehen. Dadurch gerät die Beschaffenheit und Funktionalität des Gewebes in der Leistengegend aus dem Gleichgewicht. In dieser Situation kann leicht eine Bruchpforte entstehen. Problematisch wird es, wenn sich die Beschwerden chronisch einstellen.

 

Behandlung

Um eine Sportlerleiste von einem Leistenbruch unterscheiden zu können, ist eine umfassende und genaue Diagnose notwendig, u.U. mithilfe von Ultraschall- oder MET-Untersuchungen. Eine konservative Behandlung besteht aus einer Kombination von Medikamentengabe und Physiotherapie. Erst wenn alle konservativen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, empfiehlt sich ein minimal-invasiver chirurgischer Eingriff.

Im Verlauf der Operation wird ein leichtes Kunststoffnetz eingebracht, um das stark beanspruchte Gewebe zu stützen. Im Unterschied zu einer offenen Operation, werden nur kleinste Schnitte gemacht. Der Sportler erholt sich schneller und kann nach einer kurzen Erholungspause bald wieder mit einem moderaten Aufbautraining beginnen.

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